Viertausender der Alpen

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  Breithorn (westlicher Zwilling) (4141 m)  
  Walliser Alpen  
Photo © 4000er.de
GPS-Koordinate 7.767098° ö.L. /45.93751° n.B. (WGS84)  
Normalweg(e) Südflanke und Westgrat  
Schwierigkeit WS, I, 45°
Ausgangspunkt Station Klein Matterhorn (3820 m)
Talort Zermatt (1610 m)
Führer Hochtouren im Wallis  
Hermann Biner

Walliser Alpen  
Michael Waeber

Guide du Valais  
Hermann Biner

Valais Alps East  
Lindsay Griffin
 
Karte(n) SLK 5006
Zusammensetzung Matterhorn-Mischabel
Landeskarte der Schweiz, 1:50000

SLK 1348
Zermatt
Landeskarte der Schweiz, 1:25000
Beiträge Skibesteigung bis zum Fuss, danach Normalweg (2008-05-02)
Besteigungsbericht

Das Breithorn bildet von Norden her gesehen ein gewaltige Felsmauer. Der Breithorn-Westgipfel (4164m) und der Breithorn-Mittelgipfel (4159m) bilden dabei die beiden Hauptgipfel und sind von Süden her einfach erreichbar. Der Breithorn-Ostgipfel ist das Kecke Felstürmchen vom Breithornzwilling West (4139m) und ist durch die tiefe Scharte Selle (4022m) vom Breithorn-Mittelgipfel getrennt.

Dieser Breithornzwilling West erwartete uns mit einige Überraschungen. Von der Station Klein Matterhorn ging es aber zuerst einfach über eine breite Skispur übers Breithornplateau vorbei an P.3831m bis unter den Fuss vom Breithorn-Mittelgipfel-SSW-Grat. Hier verlissen wir die breite Spur und zogen unsere eigene Linie, immer auf die Spalten achtend, entlang der Breithorn-Mittelgipfel-Ostwand bis unter den Sattel Selle wo das Gelände steil wurde. Hier errichteten wir unter dem heimtückisch versteckten Bergschrund das Skipedot und stiegen den bis 40° steilen Hang zur Selle (4022m) hoch. Wir folgten dann dem enorm verwechteten Grat bis zu den Gipfelfelsen vom Breithornzwilling West. Hier sollte es über einfache Felsen (WS- / Fels I) zum Gipfel gehen, aber bei den verschneiten Platten und ohne Spur wurde dies zu einer mühsamen Angelegenheit mit eher WS+ als WS-. Etwas Ansteigend traversierten wir südlich vom Gipfel auf dessen Westseite. Hier konnten wir dann steil, zuletzt durch ein Couloir auf den Gipfel gelangen. Fazit: Der Breithornzwilling West ist ein toller, selten besuchter 4000er - wer alleine auf einem hohen, unverspurten Berg stehen will, der ist hier genau richtig! Nach dem Gipfel fuhren wir zum Bivaccio Rossi e Volante ab wo wir die Nacht verbrachten um Tags darauf zum Castor (4228m) aufzubrechen.



Steil geht es über 120 Höhenmeter in den Sattel Selle (4022m) hoch.



Auf dem Wechtengrat oberhalb der Selle (4022m). Dahinter ist der Breithorn-Mittelgipfel (4159m).



Bald sind wir bei den Felsen vom Breithornzwilling West (4139m). Die sollten eigentlich die Schwierigkeit WS- / Fels I haben, doch dies ist wahrscheinlich nur im Sommer bei wenig Schnee zutreffend. Wir mussten die Felsen leicht kletternd in steilen Schnee rechts umgehen um dann steil über Firn und durch ein Couloir auf den Gipfel zu gelangen. War das der Sommer-Normalweg?



Im Quergang unter dem Breithornzwilling West. Hinten ist der Breithorn-Mittelgipfel (4159m).



Nach mühsamer Wühlarbeit auf dem 4139m hohen Gipfel vom Breithornzwilling West.

Beitrag von: Andrej Gerber
07.05.2008
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Bilder
Breithorn im Jahre 1937

Beitrag von: Dan McLaughlin
30.01.2008

March 20, 2005: the summit from Punta 4106 (ostlicher Zwilling).

Beitrag von: Fulvio Zuanni
16.10.2006

September 10, 2006: Climbing on the West Ridge.

Beitrag von: Fulvio Zuanni
17.09.2006

September 10, 2006: Alessandro Crescenzi e Ludovico Giovannucci on the summit.

Beitrag von: Fulvio Zuanni
17.09.2006
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